Gemäldegalerie der Prager Burg, Kunstmuseum in der Prager Burg, Tschechische Republik
Die Bildergalerie des Prager Schlosses befindet sich in den nördlichen und westlichen Flügeln des Schlosses und zeigt etwa 100 Gemälde aus einer größeren Sammlung. Die Räume sind in den historischen Bereichen des Schlosses untergebracht und ermöglichen es Besuchern, Werke von Malern wie Tizian, Veronese und Rubens in ihrem ursprünglichen Kontext zu sehen.
Kaiser Rudolf II. verlegte 1583 seine Residenz nach Prag und sammelte bis zu seinem Tod 1612 Gemälde, Kuriositäten und Naturalien. 1585 begann der Architekt Giovanni Gargioli mit dem Umbau des Nordflügels und dem Bau des 100 Meter langen Langhauses, in dessen Obergeschoss die Galerie lag. 1648 plünderten schwedische Truppen unter Königsmarck einen großen Teil der Sammlung; 1762 löste Nicolaus von Pacassi die Galerie beim theresianischen Umbau auf.
Der Name der Galerie verweist auf die von Kaiser Rudolf II. begründete Gemäldesammlung, an dessen Hof Hans von Aachen und Bartholomeus Spranger als Maler wirkten. Die Dauerausstellung zeigt über hundert Gemälde Alter Meister aus einer rund 4000 Werke umfassenden Sammlung der Burg, darunter Tizian, Veronese, Tintoretto und Rubens.
Die Galerie befindet sich innerhalb des Schlosses und ist über die Haupteingänge des Komplexes zugänglich, wobei die Räume über Treppen und Korridore der historischen Strukturen zu erreichen sind. Besucher sollten sich Zeit für die Besichtigung nehmen und beachten, dass die Räume manchmal von Schloßveranstaltungen betroffen sein können.
Der Kern der Galerie entstand über den kaiserlichen Marställen: Der Architekt Giovanni Gargioli begann 1585 mit dem sogenannten Langhaus, dessen 100 Meter langer Korridor im ersten Stock die Kunstkammer Rudolfs II. beherbergte, während die Gemäldegalerie im Stock darüber lag. Nach dem theresianischen Umbau dienten diese Räume nicht mehr als Galerie, sondern als Repräsentationsräume.
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