Matthiastor, Barocktor in der Prager Burg, Tschechische Republik
Das Matthias-Tor ist ein barockes Eingangsportal im Prager Schloss mit zwei übereinander angeordneten Durchgängen und aufwendig gestalteten Sandsteinelementen. Die Struktur wird durch große Pfeiler begrenzt, zwischen denen skulpturale Darstellungen wie ringende Giganten, ein kaiserlicher Adler und eine gekrönte Löwe zu sehen sind.
Kaiser Rudolf II. beauftragte den Bau des Tores 1614 mit Architekt Giovanni Maria Filippi, um ein repräsentatives Eingangsportal zu schaffen. König Matthias I. überarbeitete das Bauwerk später grundlegend und prägte damit seine heutige Form.
Das Tor trägt den Namen von König Matthias I., der es im 17. Jahrhundert prägte. Die heutigen Skulpturen zeigen, wie das Bauwerk über Jahrhunderte hinweg seine symbolische Bedeutung als Eingang zur Burg behielt.
Das Tor verbindet den ersten und zweiten Hof des Schlosses und ermöglicht den Durchgang zwischen verschiedenen Bereichen des großen Komplexes. Besucher sollten beachten, dass es sich um einen stark frequentierten Durchgangsbereich handelt, besonders in den Morgen- und Frühnachmittagsstunden.
Die heute sichtbaren Skulpturen wurden in den frühen 1900er Jahren von Čeněk Vosmík und Antonín Procházka neu geschaffen und orientieren sich an barocken Originalwerken. Diese Kopien ersetzen die älteren Teile, die nun im Lapidarium des Nationalmuseums aufbewahrt werden und zeigen, wie das Tor mehrmals erneuert wurde.
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