Okres Nymburk, Verwaltungsbezirk in der Region Mittelböhmen, Tschechische Republik
Der Bezirk Nymburk ist eine Verwaltungseinheit in der Mittelböhmischen Region im Herzen Tschechiens. Er besteht aus überwiegend flachem Land, das von der Elbe, der Mrlina und der Cidlina durchzogen wird und zahlreiche kleine Gemeinden umfasst.
Die Stadt Nymburk wurde 1275 von König Ottokar II. gegründet, der sie als befestigten Stützpunkt zum Schutz der Verbindungswege nach Prag errichtete. Im Laufe der Jahrhunderte wuchs das umliegende Gebiet zu einem eigenständigen Verwaltungsbezirk heran.
Der Name Nymburk leitet sich wahrscheinlich vom deutschen Wort für "neue Burg" ab, was auf die mittelalterliche Befestigungsanlage verweist, die einst die Stadt prägte. Entlang der Elbe findet man noch heute gut erhaltene Stadtmauern aus dieser Zeit, die man zu Fuß erkunden kann.
Das Gebiet ist über gut ausgebaute Bahnverbindungen erreichbar, die es mit Prag und anderen größeren Städten verbinden. Wer das Umland erkunden möchte, findet entlang der Flüsse und durch die landwirtschaftlichen Flächen gut ausgeschilderte Rad- und Wanderwege.
In den letzten Jahrzehnten wurden zahlreiche Sand- und Kiesgruben im Bezirk zu Badeseen umgewandelt, die heute als beliebte Ausflugsziele genutzt werden. Diese künstlichen Seen, sogenannte "pískovny", sind so zum festen Bestandteil der Freizeitkultur in der Region geworden.
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