Czarny Grzbiet, Gebirgskette im Karkonosze-Nationalpark, Polen und Tschechische Republik
Czarny Grzbiet ist ein Bergkamm, der sich zwischen zwei Bergpassen erstreckt und Polen und die Tschechische Republik teilt. Der Kamm liegt zwischen 1400 und 1480 Metern Hohe und wird von markierten Wanderwegen durchzogen, die mit anderen Gipfeln und Bergstationen verbunden sind.
Im 19. Jahrhundert wurde der Bergkamm von Bergbauunternehmen geprägt, die nach Kupfer, Blei und Gold suchten und Spuren ihrer Aktivitäten hinterließen. Diese Bergbaugeschichte formte die Landschaft und zog frühe Besucher an, die das bergige Gelände erforschen wollten.
Der Kamm trägt drei Namen: Czarny Grzbiet auf Polnisch, Obří hřeben auf Tschechisch und Riesenkamm auf Deutsch. Auf seinem Grat verläuft der rot markierte Weg der tschechisch-polnischen Freundschaft, begleitet von einer parallelen blauen polnischen Route zwischen Sněžka und Pomezní Boudy.
Der nur für Fußgänger geeignete Kammweg folgt der polnisch-tschechischen Grenze zwischen Sněžka und Pomezní Boudy; die rote Markierung wird von einem polnischen blauen Weg begleitet. Am Südhang verläuft der grüne Travers-Weg, der die Chata Jelenka mit der Růžová hora verbindet. Im Winter ist der Kamm bei schlechtem Wetter gefährlich: 1909 gab es tödliche Vermisstenfälle.
Im Februar 1945 stürzte ein Junkers Ju 52/3m, der verwundete deutsche Soldaten aus Breslau transportierte, bei einem Schneesturm am Südhang ab; mehr als zwanzig Menschen starben. Einigen Männern gelang es dank der Stangenmarkierung am Travers, Růžohorky zu erreichen. Die übrigen Trümmer samt Motoren wurden im September 1998 per Hubschrauber nach Malá Úpa gebracht, ein Teil ist im dortigen Informationszentrum ausgestellt; unweit des Travers steht ein kleiner Gedenkstein.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 92.265 Mitwirkenden weltweit.