Landschaftsschutzpark Wittingauer Becken, Landschaftsschutzgebiet in Südböhmen, Tschechische Republik
Der Wittingauer Becken ist ein Schutzgebiet in Südböhmen mit Feuchtgebieten, Wäldern und ausgedehnten Fischteichen, die von zwei Flüssen durchflossen werden. Das Landschaftsmosaik entstand über Jahrhunderte durch die Umgestaltung von Sümpfen in ein System von Wasserflächen und kultiviertem Land.
Die erste schriftliche Erwähnung einer Siedlung stammt aus dem 12. Jahrhundert, als aus einem kleinen Weiler namens Vítkův Luh im Besitz von Vítek z Prčic die Stadt Třeboň wurde. Im 14. Jahrhundert erwarb die Familie Rožmberk Třeboň, und die ersten Fischteiche entstanden. Unter Petr IV. baute Josef Štěpánek Netolický den künstlichen Kanal Zlatá stoka, im 16. Jahrhundert legte Jakub Krčín z Jelčan für die letzten Rožmberk zahlreiche weitere Teiche an.
Der Name Třeboňsko stammt von der Stadt Třeboň, die aus der Siedlung Vítkův Luh des 12. Jahrhunderts entstand. Die Fischerei prägte die Gegend: Der von Josef Štěpánek Netolický gebaute Kanal Zlatá stoka speist die Teiche noch heute, und Jakub Krčín z Jelčan legte unter den Rosenbergern viele weitere an. Das Grabmal der Rosenberg steht am Ufer eines Teiches bei Třeboň.
Das Schutzgebiet umfasst 687 km² zwischen 406 und 541 m Meereshöhe, der höchste Punkt liegt östlich von Mirochov. Verwaltung und Dům přírody (Haus der Natur) sitzen in Třeboň, einem günstigen Ausgangspunkt zur Orientierung. Die Wege führen an den künstlichen Kanälen und Teichen entlang, in den Moor- und Feuchtgebieten ist der Boden nass.
Das Gebiet beherbergt 16 Standorte von europäischer Bedeutung und spielt eine überraschende Rolle als einer der größten Süßwasser-Fischproduzenten in Europa. Diese wirtschaftliche Besonderheit ist für Besucher oft nicht auf den ersten Blick erkennbar, prägt aber die ganze Region unmerklich.
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