Weißer Turm, Gefängnisturm in der Prager Burg, Tschechische Republik
Der Weiße Turm ist ein spätgotischer Turm in der Goldenen Gasse, zwischen den Türmen Daliborka und Mihulka in der Nordbefestigung der Prager Burg. Er hat einen hufeisenförmigen Grundriss, fünf Stockwerke und ist 27,5 m hoch; das 1522 aufgesetzte Geschoss hat deutlich dünnere Mauern.
Der Turm wurde nach 1486 bei der Befestigung der Nordseite der Prager Burg errichtet, wahrscheinlich von Benedikt Ried, und erhielt 1522 ein Obergeschoss mit deutlich dünneren Mauern. 1586–1587 wurde er zum Gefängnis umgebaut und übernahm den Namen des älteren romanischen Weißen Turms. Er hielt Anführer des böhmischen Aufstands von 1618, die 1621 hingerichtet wurden, diente bis zum 18. Jahrhundert als Gefängnis und danach als Lager.
Der Name des Turms stammt von dem älteren romanischen Weißen Turm, der den Westeingang der Burg bewachte; das Gefängnis und sein Name wurden 1586–1587 hierher übertragen. In den oberen Stockwerken sind noch originale Ausstattungen wie Ofen, Kamin und Aborterker sowie Zeichnungen und Inschriften von Häftlingen aus dem 16. und 17. Jahrhundert erhalten.
Der Zugang zu diesem Turm erfordert ein Ticket fuer die Prager Burg, wobei Straßenbahnen 22 und 23 an der Station Prazsky hrad halten. Die engen Treppen im Inneren erfordern gute Mobilität und festes Schuhwerk.
Der Name des Turms stammt von einem älteren romanischen Weißen Turm, der den Westeingang der Burg bewachte; der heutige Turm übernahm 1586–1587 den Namen samt Gefängnisfunktion. In der obersten Etage lag die Zelle von Martin Fruwein z Podolí, der sich im Juni 1621 durch eine Dachluke auf das Dach zwängte und in den Hirschgraben sprang.
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