Opis, Archäologische Stätte nahe Bagdad, Irak
Opis ist eine Ausgrabungsstätte am östlichen Ufer des Tigris, wo dieser auf den Diyala trifft, etwa 50 Kilometer nördlich des heutigen Bagdad im Irak. Unter der Oberfläche liegen Schichten von Fundamenten, Tonscherben und Werkzeugen, die bis ins 14. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung zurückreichen.
539 vor unserer Zeitrechnung endete hier die Schlacht zwischen dem persischen Heer unter Kyros und den babylonischen Truppen, die innerhalb weniger Wochen den Sturz des neubabylonischen Reiches einleitete. Der Sieg öffnete Kyros den Weg nach Babylon und veränderte die Machtverhältnisse im gesamten Zweistromland.
Der Flusshafen verband mesopotamische Händler mit Karawanen aus dem iranischen Hochland, und diese Kreuzung machte den Ort zu einem Knotenpunkt für Gewürze, Stoffe und Metalle. Bewohner aus verschiedenen Regionen lebten Seite an Seite, ihre Sprachen und Gebräuche vermischten sich in den engen Gassen nahe dem Wasser.
Die Ausgrabungsstätte liegt auf flachem Gelände nahe der Flusskreuzung und ist am besten von der östlichen Seite aus zu erreichen. Das Fehlen sichtbarer Strukturen über der Erde bedeutet, dass nur wenig Schatten vorhanden ist und Besucher sich auf staubige, unebene Wege einstellen sollten.
Teile der Medermauer, einer Befestigung aus gebrannten Ziegeln, die Nebukadnezar II. errichten ließ, um Einfälle aus dem Norden abzuwehren, tauchen noch vereinzelt aus dem Boden auf. Die Mauer erstreckte sich einst über viele Kilometer und bildete eine der längsten Verteidigungslinien im antiken Mesopotamien.
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