Irakisches Nationalmuseum, Archäologisches Museum in Bagdad, Irak
Das National Museum of Iraq ist ein archäologisches Museum in Bagdad, das Objekte aus mehreren tausend Jahren mesopotamischer Geschichte zeigt. Die Galerien ordnen Töpferwaren, Rollsiegel, Tontafeln, Skulpturen und Reliefs nach Epochen und helfen so, die lange Abfolge verschiedener Reiche zu verstehen.
Das Museum wurde in den 1920er Jahren auf Initiative britischer Archäologen gegründet, um Funde aus Ausgrabungen in Ur, Ninive und anderen antiken Städten zu bewahren. Durch viele Jahrzehnte wuchs die Sammlung stetig, bis politische Ereignisse Anfang des 21. Jahrhunderts zu schweren Verlusten führten.
Der Name des Hauses erinnert an das Bestreben, die sumerischen, assyrischen und babylonischen Wurzeln des heutigen Staates sichtbar zu machen. Viele Besucher kommen, um Stücke zu sehen, die in Schulbüchern und Fernsehdokumentationen abgebildet sind, und verbinden so die Geschichte mit der Gegenwart.
Die Ausstellungsräume folgen einem chronologischen Rundgang, sodass man die Entwicklung der Zivilisationen in der richtigen Reihenfolge nachvollziehen kann. Hinweisschilder stehen auf Arabisch und Englisch, was die Orientierung erleichtert.
Einige der Tafeln zeigen frühe Beispiele von Keilschrift, darunter auch Verwaltungstexte über Getreidevorräte und Schulübungen angehender Schreiber. Man kann oft die eingedrückten Linien erkennen, die als Orientierungshilfen dienten, bevor die Zeichen in den noch weichen Ton geritzt wurden.
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