Al-Wazeer Mosque, Osmanische Moschee in Bagdad, Irak
Die Al-Wazeer-Moschee ist eine sunnitische Moschee im Bagdader Viertel Al-Rusafa, hinter dem Souk al-Sarai nahe dem Tigris. Ihr weiter Innenhof umfasst über 1.000 Quadratmeter, und der Wintergebetsraum fasst 500 Gläubige. Über dem Haram erhebt sich eine mit glasierten Fliesen und Marmor gedeckte Kuppel, links daneben ein rundes Minarett; im Inneren finden sich Muqarnas und Koraninschriften.
Hassan Pascha, Gouverneur Bagdads von 1594 bis 1603, ließ diese Moschee 1599 erbauen. Sie wurde an der Stelle eines früheren abbasidischen Gebäudes errichtet und zeigt die Kontinuität religiöser Funktionen an diesem Ort.
Der Name der Moschee bedeutet „Moschee des Gouverneurs“ und verweist auf Hassan Pascha, der Bagdad von 1594 bis 1603 regierte. 1604 wurde neben ihr das Hassan-Pascha-Café mit Blick auf den Tigris errichtet. Scheich Taha al-Sanwi, ein bekannter Lehrer der Madrasa, ist in der Moschee begraben.
Der Hof und die Gebetsräume sind relativ offen zugänglich, wobei Besucher auf angemessene Kleidung und Respekt vor Gebetszeiten achten sollten. Es ist ratsam, vor dem Besuch zu erfahren, wann das Gelände für Touristen offen ist, da Gebetsstunden Priorität haben.
Ein hölzernes Eingangstor mit gelben Ziegeln und blauer Glasur bildet den visuellen Eingang zu diesem Gebäude nahe dem Tigris. Diese farbige Rahmung hebt sich vom Rest der Backsteinfassade ab und schafft einen erkennbaren Merkpunkt am Fluss.
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