Pikimachay, Archäologische Höhlenstätte im Department Ayacucho, Peru.
Pikimachay ist eine archäologische Höhle im Departement Ayacucho im zentralen Hochland von Peru. Die Höhle bildet ein ausgedehntes Kalksteinsystem mit mehreren Kammern, in denen Forscher zahlreiche Steinwerkzeuge und Tierknochen gefunden haben.
Archäologen entdeckten in den 1960er Jahren Spuren menschlicher Besiedlung, die möglicherweise mehrere Jahrtausende zurückreichen. Die Funde deuten darauf hin, dass frühe Jägergruppen die Höhle als Unterschlupf nutzten, während sie in der Umgebung nach Nahrung suchten.
Der Name stammt aus dem Quechua und bedeutet wörtlich Floh-Höhle, wobei die Bezeichnung wahrscheinlich auf kleine Tiere oder Insekten hinweist, die früher in der Umgebung lebten. Heute dient die Stätte als wichtiger Ort für das Verständnis der vorkolumbianischen Besiedlung der Region.
Die Anfahrt von der Stadt Huamanga dauert etwa eine halbe Stunde über eine unbefestigte Straße im Distrikt Pacaycasa. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen und bei Regenwetter besonders vorsichtig sein, da der Weg dann rutschig werden kann.
Neben Werkzeugen entdeckten Forscher hier Pflanzenreste, darunter Reste von Flaschenkürbissen, die zu den ältesten Beweisen für pflanzliche Nutzung in den peruanischen Anden zählen. Diese Funde zeigen, dass Menschen schon sehr früh begannen, Pflanzen gezielt zu sammeln und vielleicht sogar zu kultivieren.
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