Große Moschee von Herat, Islamischer Religionskomplex in Herat, Afghanistan
Die Freitagsmoschee von Herat ist ein großer islamischer Komplex aus Höfen und Gebetsräumen im Zentrum von Herat in Afghanistan. Der Bau umfasst einen weiten Innenhof mit hohen Portalnischen an den vier Himmelsrichtungen, zahlreiche Kuppelbauten und schlanke Türme.
Der heutige Bau entstand ab 1200 unter Sultan Ghiyath al-Din Muhammad, nachdem ein älterer Holzbau aus dem 11. Jahrhundert nicht mehr ausreichte. Spätere Herrscher fügten Portale und Ornamente hinzu, besonders nach der Herrschaft der Timuriden im 15. Jahrhundert.
Die Moschee nimmt ihren Namen vom muslimischen Versammlungstag und empfängt bis heute Gläubige aus der gesamten Provinz zum wöchentlichen Gemeinschaftsgebet. Lokale Handwerker erneuern und pflegen die Fayencen nach traditionellen Methoden und erhalten so das jahrhundertealte Wissen über Keramikkunst.
Die Moschee öffnet täglich zu den Gebetszeiten für Männer und Frauen in getrennten Bereichen, während Reisende eine Erlaubnis der örtlichen Behörden benötigen. Ein Besuch gelingt am besten außerhalb der Hauptgebetszeiten, wenn weniger Andrang herrscht und das Innere ruhiger zugänglich ist.
Ein großer Bronzebrunnen aus dem Jahr 1375 steht heute noch im Innenhof und trägt Inschriften der Kart-Dynastie. Das verwendete Lapislazuli in den Wandfliesen stammt aus Bergwerken nordöstlich der Stadt und verleiht den Flächen eine tiefblaue Färbung.
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