Chaiber-Pass, Gebirgspass zwischen Peshawar-Tal und Landi Kotal, Pakistan.
Der Khyber-Pass ist ein Gebirgsdurchgang durch das Safed-Koh-Gebirge, der das Peshawar-Tal mit Landi Kotal verbindet und sich über etwa 53 Kilometer erstreckt. Die Strecke führt durch enge Schluchten mit steilen Kalksteinwänden, die an manchen Stellen bis zu 300 Meter hoch aufragen.
Karawanen nutzten diesen Durchgang über viele Jahrhunderte als Teil der Seidenstraße und verbanden so Zentralasien mit dem indischen Subkontinent. Die britische Kolonialverwaltung baute im 19. Jahrhundert eine befestigte Straße aus, um militärische und kommerzielle Bewegungen durch das schwierige Gelände zu erleichtern.
Der Name Khyber stammt von dem persischen Wort für Festung und deutet auf die vielen Befestigungen entlang des Gebirgspfades hin, die bis heute sichtbar sind. Reisende bemerken oft die steinernen Wehrtürme und Wachtposten, die seit Jahrhunderten von lokalen Gemeinschaften genutzt und bewacht werden.
Reisende müssen vor jedem Besuch eine Sondergenehmigung beantragen und die aktuellen Sicherheitsbedingungen für das Grenzgebiet zwischen Pakistan und Afghanistan prüfen. Die beste Reisezeit liegt in den milderen Monaten, da extreme Temperaturen und gelegentliche Sperrungen die Durchquerung erschweren können.
Eine Eisenbahnlinie von 1925 schlängelt sich durch die gesamte Länge und durchquert dabei 34 Tunnel sowie 92 Brücken, was sie zu einem der technisch anspruchsvollsten Projekte ihrer Zeit macht. Die Strecke steigt auf einer engen Wendeschleife an und überwindet so extreme Höhenunterschiede auf kurzer Distanz.
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