Kloster Aghavnavank, Mittelalterliches Kloster in der Provinz Tavush, Armenien
Das Kloster Aghavnavank ist eine Steinanlage auf einem Berghang in der Provinz Tavush im Nordosten Armeniens. Es besteht aus einer Kirche, einer Kapelle sowie Wohn- und Nebengebäuden, die um einen gemeinsamen Hof angeordnet sind.
Das Kloster wurde im 12. Jahrhundert gegründet, einer Zeit, in der armenische Kirchengemeinden viele neue Klöster in bergigen Regionen errichteten. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Anlage mehrfach umgebaut und erweitert, bevor sie ihren heutigen Zustand erreichte.
Der Komplex zeigt typische armenische Steinmetzkunst, darunter Chatschkare, also Kreuzsteine mit geflochtenen Mustern, die an Mauern und im Hof zu finden sind. Diese Steine markieren heilige Orte und zeigen, wie wichtig das Handwerk für das religiöse Leben war.
Das Kloster ist über Wanderwege erreichbar, die durch bewaldete Hänge führen und direkte Verbindungen zum nahegelegenen Dorf haben. Festes Schuhwerk und ausreichend Wasser sind empfehlenswert, da der Weg bergauf verläuft und es in der Nähe keine Versorgungsmöglichkeiten gibt.
Das Klostergelände ist von alten Eibenbaumen umgeben, einer Baumart, die in armenischen Klostergärten selten vorkommt. Die Eibe galt in vielen alten Kulturen als heiliger Baum, und ihr Vorkommen hier könnte auf vorchristliche Überzeugungen hinweisen, die in das monastische Leben integriert wurden.
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