Jarvisinsel, Geschützte Koralleninsel im Pazifischen Ozean, Vereinigte Staaten.
Jarvis Island ist eine geschützte Koralleninsel im Pazifischen Ozean, die zu den kleineren abgelegenen Inseln der Vereinigten Staaten gehört. Sie erstreckt sich über etwa 5 Quadratkilometer flacher Landfläche und erhebt sich nur wenige Meter über den Meeresspiegel, umgeben von einem schmalen Korallenriff.
Ein britisches Schiff sichtete die Insel 1821, und die Vereinigten Staaten annektierten sie 1858 im Rahmen des Guano Islands Act zur Ausbeutung von Guano-Vorkommen. Im 20. Jahrhundert wurde sie zu einem Naturschutzgebiet umgewidmet und allen kommerziellen Aktivitäten entzogen.
Der Name stammt vom britischen Kapitän James Jarvis, der die Insel 1856 erreichte und sie nach sich selbst benannte. Heute bleibt sie unbewohnt und dient ausschließlich als Rückzugsgebiet für Seevögel und Meeresschildkröten, die ihre Nester im Sand anlegen.
Der Zugang erfordert eine Sondergenehmigung des United States Fish and Wildlife Service, die normalerweise nur Wissenschaftlern und Forschern erteilt wird. Es gibt keine Anlegestellen oder Gebäude für Besucher, und die Anreise erfolgt ausschließlich per Boot unter schwierigen Bedingungen.
Die Insel besitzt eine trockene Senke im Zentrum, statt der wassergefüllten Lagune, die man bei den meisten pazifischen Koralleninseln findet. Diese Besonderheit entstand durch Verdunstung und macht die Landschaft ungewöhnlich flach und offen.
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