Magellanstraße, Meeresenge im südlichen Chile.
Die Magellanstraße ist eine Meerenge im Süden Chiles, die den Pazifischen mit dem Atlantischen Ozean verbindet und sich zwischen dem südamerikanischen Festland und Feuerland erstreckt. Zahlreiche Inseln und Fjorde säumen beide Seiten dieses Wasserwegs, während die Tiefe je nach Abschnitt erheblich schwankt.
Ferdinand Magellan erreichte diese Meerenge im Jahr 1520 während seiner Weltumsegelung und fand damit eine neue Route für europäische Schiffe. Spätere Expeditionen und Handelsrouten nutzten den Weg, bis der Panamakanal im 20. Jahrhundert für viele Fahrten eine Alternative bot.
Mehrere Ortschaften am Ufer tragen Namen in spanischer Sprache, während frühere Bewohner wie die Kawésqar ihre eigenen Bezeichnungen für Wasserstraßen und Küstenabschnitte verwendeten. Einige traditionelle Routen dieser Gemeinschaften führten entlang der Kanäle und verliefen in Bereichen, die heute von Schiffen durchfahren werden.
Schiffe benötigen einen Lotsen wegen starker Strömungen und Wetterwechsel, die das Navigieren anspruchsvoll machen. Reisende an Bord sollten sich auf kühle Temperaturen und wechselhaften Wind einstellen, besonders in den engeren Abschnitten.
Der schmalste Punkt misst etwa 2 Kilometer (1,2 Meilen) in der Breite und wird Carlos III genannt. Trotz dieser geringen Distanz zwischen den Ufern bleibt das Wasser dort tief genug für größere Schiffe.
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