Puerto del Hambre, Archäologische Stätte an der Magellanstraße, Chile
Puerto del Hambre ist eine archäologische Stätte an der Nordküste der Magellanstraße mit den Überresten einer spanischen Siedlung aus dem 16. Jahrhundert. Die Ruinen befinden sich in der Nähe des modernen Punta Arenas und zeigen die Strukturen dieser frühen europäischen Ansiedlung.
Der spanische Navigator Pedro Sarmiento de Gamboa gründete 1584 die Siedlung Rey Don Felipe mit etwa 300 Siedlern in dieser Region. Der Ort wurde nach 1587 aufgegeben, nachdem die Siedler unter den extremen Bedingungen und der Isolation nicht überleben konnten.
Der Ort zeigt die frühen spanischen Bemühungen, die Meerenge zu kontrollieren, nachdem Seeleute wie Francis Drake die Route durchfahren hatten. Für die Menschen vor Ort verkörpert dieser Platz ein wichtiges Stück der europäischen Präsenz in Südamerika.
Die archäologische Stätte befindet sich südlich von Punta Arenas an der Küste und ist über eine Straße erreichbar, die entlang der Meerenge verläuft. Besucher sollten auf wechselhaftes Wetter vorbereitet sein und robustes Schuhwerk tragen, um die offene Landschaft dieser südlichen Region zu erkunden.
Der Name entstand durch den britischen Seefahrer Thomas Cavendish, der 1587 die verlassene Siedlung entdeckte und sie nach den verstorbenen Bewohnern benannte. Diese Benennung ist bis heute erhalten geblieben und erzählt von einer der tragischsten Kolonialgeschichten des Kontinents.
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