Región de Los Ríos, Verwaltungsregion im südlichen Chile
Los Ríos ist eine Verwaltungsregion im südlichen Chile, die sich zwischen dem Pazifischen Ozean und dem Andengebirge erstreckt und dichte Wälder, Flussläufe sowie bergiges Gelände umfasst. Die Region gliedert sich in zwei Provinzen, Valdivia und El Ranco, wobei Valdivia als Hauptstadt und größtes städtisches Zentrum fungiert.
Die chilenische Regierung errichtete Los Ríos im Oktober 2007 als eigenständige Region, nachdem sie vom größeren Los Lagos abgetrennt wurde, um eine lokalere Verwaltungsstruktur zu schaffen. Die Entscheidung folgte jahrelangen Forderungen von Bewohnern, die eine direktere Selbstverwaltung anstrebten.
Die Stadt Valdivia trägt Gebäude mit Holzfassaden und Giebeln, die an mitteleuropäische Baustile erinnern und aus der Zeit deutscher Einwanderung im 19. Jahrhundert stammen. Mapuche-Gemeinschaften bewahren Traditionen in ländlichen Gebieten, wo Textilhandwerk und Sprache noch im Alltag sichtbar werden.
Die Hauptstadt Valdivia dient als zentraler Ausgangspunkt für Reisen innerhalb der Region und bietet Busverbindungen zu kleineren Ortschaften sowie Zugang zu Nationalparks. Straßen führen durch waldreiches Gelände und überqueren mehrere Flüsse, wobei Wetterbedingungen die Fahrzeiten beeinflussen können.
Ein Netz von Wasserstraßen, darunter der Calle-Calle und der Cruces, verbindet zahlreiche Ortschaften und ermöglicht den Transport von landwirtschaftlichen Erzeugnissen auf dem Wasserweg. Einige abgelegene Siedlungen sind während der Regenzeit leichter per Boot als über Landstraßen zu erreichen.
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