Cerro de Chena, Berggipfel in San Bernardo, Chile.
Der Cerro de Chena ist ein Berggipfel nahe San Bernardo im Süden des Großraums Santiago, der sich deutlich über die umliegende Ebene erhebt. Auf seinen Hängen verlaufen mehrere Wanderwege mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad, die zum Gipfel führen.
Der Cerro de Chena war ein wichtiger Ort für die Inka, die dort gegen Ende des 15. Jahrhunderts eine Festung errichteten, um die Region Maipo zu kontrollieren. Später, während des chilenischen Unabhängigkeitskrieges, spielte der Hügel erneut eine militärische Rolle als Beobachtungsposten.
Auf dem Cerro de Chena befindet sich eine prähistorische Festungsanlage, die als Pukará bekannt ist und gut sichtbar auf dem Gipfelplateau liegt. Wer den Aufstieg macht, kann die Mauerreste direkt besichtigen und dabei über die Nutzung des Ortes lange vor der Ankunft der Spanier nachdenken.
Der Zugang zum Berg ist das ganze Jahr über möglich, doch sind die Bedingungen im Sommer trockener und angenehmer für Wanderungen. Im Winter können die Wege rutschig sein, weshalb festes Schuhwerk empfohlen wird.
Während der chilenischen Militärdiktatur in den 1970er Jahren wurde der Cerro de Chena als Gefangenenhaltelager genutzt, was ihn zu einem Ort macht, der weit über seine natürliche Erscheinung hinaus bedeutsam ist. Diese Geschichte ist weniger bekannt, aber ein Teil des kollektiven Gedächtnisses der Region.
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