Maestranza de San Bernardo, Historische Eisenbahnwerkstatt in San Bernardo, Chile.
Die Maestranza de San Bernardo ist eine ehemalige Eisenbahnwerkstatt mit mehreren Gebäuden aus Stahlbeton, darunter eine zentrale Werkstatt, Schmiedewerkstatt, Kesselwerkstatt und ein Drehscheibenbecken. Der Komplex zeigt die technischen Strukturen, die einst für die Wartung und Reparatur von Zügen erforderlich waren.
1913, unter EFE-Generaldirektor Alejandro Guzmán Schremser, wurde eine Ausschreibung für eine zentrale Eisenbahnwerkstatt gestartet und 121 Hektar des Gutes Cerro Negro in San Bernardo gekauft. Die Werkstätten von San Bernardo entstanden zwischen 1916 und 1921 und nahmen im April 1920 den Betrieb auf. Als zweitgrößte Werkstatt Südamerikas exportierte sie Achsen und Räder und baute mindestens sechs Dampflokomotiven.
Der 6. Oktober ist in Chile Nationaltag der Eisenbahnarbeiter: Das Gesetz 20581 von 2012 erinnert an elf Arbeiter der Maestranza, die am 6. Oktober 1973, wenige Wochen nach dem Putsch, am Cerro Chena festgenommen und erschossen wurden. Zentralpavillon, Schmiede, Kesselschmiede, Drehscheibe für Lokomotiven und Haupttor sind seit 2010 Nationaldenkmal.
Die Anlage liegt in San Bernardo in der Región Metropolitana de Santiago. 1995 wurde der größte Teil des Geländes für Wohnungsbau verkauft, sodass die erhaltenen Gebäude heute zwischen 1800 Häusern und 800 Wohnungen stehen. Der zentrale Pavillon, die Schmiede, die Kesselschmiede, die Lokomotivdrehscheibe und das Haupttor wurden 2010 zum Nationaldenkmal erklärt.
In San Bernardo wurden nicht nur Lokomotiven repariert: Mindestens sechs Dampflokomotiven entstanden dort vollständig, und Achsen und Räder wurden ins Ausland exportiert. Die 1923 angeordneten Werkstätten für Bremsen und Eisenwalzen umfassten einen Schornstein aus Stahlbeton. 2010 wurden die zentrale Montagewerkstatt, die Schmiede, die Kesselwerkstatt, die Lokomotivdrehscheibe und das Haupttor zum Nationaldenkmal erklärt.
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