Internado Nacional Femenino, Mädcheninternat in Ñuñoa, Chile.
Das Internado Nacional Femenino ist eine Schule für Mädchen im Stadtteil Ñuñoa, die auf einem großen Gelände errichtet wurde. Die Anlage verfügt über Wohnräume, Unterrichtsräume, Sporthallen und Bereiche für Erholung und Freizeitaktivitäten.
Die Internatsabteilung des Liceo fiscal femenino n.º 3 wurde durch das Dekret 11375 geschaffen, mit Carmela Silva Donoso als erster Direktorin, der ersten Frau, die in Chile eine öffentliche Sekundarschule leitete. Sie war bis 1964 im Zentrum von Santiago untergebracht und zog dann auf einen Campus in Ñuñoa gegenüber dem Estadio Nacional, auf einem Grundstück, das durch die Bemühungen ehemaliger Schülerinnen gespendet wurde. 1982 ging sie an die Gemeinde Ñuñoa über.
Die Schulhymne mit einem Text von Ana Espinoza de Cancino und Musik von Pedro Núñez Navarrete wird noch heute gesungen, wobei das Wort „Internado“ inzwischen als „Liceo“ gesungen wird. Ihre Strophen würdigen Carmela Silva Donoso, die Gründungsdirektorin, und beschreiben die Schule als Heim und Zuflucht, in der man das Arbeiten lernt.
Das Gelände ist leicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Santiago erreichbar. Besucher sollten sich vorher über Besuchsregeln informieren, da es sich um ein Wohninternat für Schülerinnen handelt.
Die Schule spielte 2011 eine zentrale Rolle in landesweiten Schülerprotesten zur Bildungsreform. Diese Ereignisse brachten die Fragen zu Schulgerechtigkeit ins öffentliche Gespräch.
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