Pabellón París, Historisches Monument in Estación Central, Chile.
Das Pabellón París ist ein quadratischer, zweigeschossiger Pavillon aus Eisen, Stahl und Zink mit 10 mal 10 Metern Grundfläche, einer verglasten Mittelkuppel und vier kleineren Eckkuppeln. Der niedrige Sockel und die Eingangssäulen folgen klassischen Linien, während die Eisenarbeiten an Säulen, Treppengeländern und Obergeschoss asymmetrischen Jugendstilschmuck tragen. Glasmalereien sowie Gips- und Zementdekorationen vervollständigen den Bau.
Die Struktur wurde 1889 in Frankreich für die Pariser Weltausstellung konstruiert und später demontiert. Sie wurde nach Valparaíso verschifft und 1894 in Santiago wieder aufgebaut.
Seit 1992 beherbergt das Gebäude das Museo Artequin, ein Kunstmuseum für Kinder und Schulklassen. Der Name verbindet „arte“ und „quin“ (von „quinta“, da das Gelände die Quinta Normal war). Das Museum bietet Führungen und Workshops in der ehemaligen Ausstellungshalle an.
Der Pavillon befindet sich an der Avenida Portales 3530 in Santiago und fungiert als Museum mit regelmäßigen Öffnungszeiten. Besucher sollten sich der Lage im historischen Bahnhofsviertel bewusst sein, um die Umgebung erkunden zu können.
Der Bau war zerlegbar geplant: Nach der Ausstellung von 1889 wurde er abgebaut, nach Valparaíso verschifft und 1894 in Santiago wieder errichtet. Die Zeitschrift der Pariser Ausstellung nannte seine Polychromie glanzlos und die Aufstellung mittelmäßig und vermerkte, er solle in der Quinta Normal ein Museum werden.
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