Hacienda Quilpué, Historisches Landgut in San Felipe, Chile
Die Hacienda Quilpué ist ein französisch-neoklassizistisches Herrenhaus mit über 100 Zimmer, die mit europäischen Möbeln ausgestattet sind. Das Anwesen erstreckte sich über rund 380 Hektar mit Araukarien-Bäumen und einem Wasserspiegel als Landschaftselemente.
Das Anwesen wurde zwischen 1886 und 1914 vom Architekten Juan Eduardo Fehrman für Juana Ross, die Witwe des Bankiers Agustín Edwards Ossandón, entworfen. Diese Bauphase fiel in eine Zeit wirtschaftlichen Wohlstands in Chile.
Das Anwesen war in den 1920er Jahren ein Treffpunkt für hochrangige Besucher aus Europa und Zentrum wichtiger politischer Diskussionen. Es spiegelt eine Zeit wider, in der solche Landgüter als Orte der Macht und Begegnung dienten.
Das Anwesen befindet sich heute in ruinösem Zustand, wobei die lokale Organisation Mi Patrimonio Erhaltungsbemühungen leitet. Eine Besichtigung erfordert Aufmerksamkeit, da die Strukturen nicht vollständig gesichert sind.
Das Anwesen war ein autarkes Agrargebilde mit Exportkapazitäten und funktionierte wirtschaftlich unabhängig. Diese Selbstversorgung machte es zu einem beispielhaften Großlandgut der Epoche.
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