Machu Picchu, Alte Inka-Stadt im Urubamba-Tal, Peru
Der Steinbau liegt auf 2430 Metern Höhe und umfasst mehr als 200 Gebäude die durch in den Berg gehauene Treppen und Terrassen verbunden sind. Die Anlage gliedert sich in einen landwirtschaftlichen Bereich mit Terrassenfeldern einen Wohnsektor und ein heiliges Viertel mit Tempelbauten während massive Granitblöcke ohne Mörtel so exakt geschnitten wurden dass keine Klinge zwischen die Fugen passt und ein ausgeklügeltes Drainagesystem Regenwasser von den Bauten ableitet.
Die Bauarbeiten begannen um 1450 unter dem Inka Herrscher Pachacuti nach militärischen Erfolgen im Heiligen Tal und der Ort diente wahrscheinlich als königlicher Rückzugsort sowie religiöses Zentrum. Die Bewohner verließen den Platz während der spanischen Eroberung in den 1530er Jahren wodurch er von den Konquistadoren die ihn nie fanden unzerstört blieb während der amerikanische Historiker Hiram Bingham 1911 mit Hilfe lokaler Bauern zu den überwucherten Ruinen gelangte und sie der Wissenschaft bekannt machte.
Führungen werden meist in Gruppen durchgeführt und der Eintritt folgt einer festen Zeitplanung mit geregelten Routen durch das Gelände. Besucher sehen häufig lokale Quechua sprechende Guides die traditionelle Kenntnisse über Pflanzen und Bauweisen der Anden mit modernen archäologischen Erklärungen verbinden und so eine lebendige Verbindung zur Geschichte ihrer Vorfahren bewahren.
Besucher erreichen den Ort mit dem Zug von Cusco nach Aguas Calientes gefolgt von einer Busfahrt den Berg hinauf oder einem steilen Fußweg. Eintrittskarten müssen Wochen im Voraus online gebucht werden da die tägliche Besucherzahl auf 3800 begrenzt ist und die Trockenzeit von Mai bis September bietet die besten Wetterbedingungen während vor Ort keine Restaurants oder Geschäfte vorhanden sind und Besucher Wasser und Snacks mitbringen sowie auf Höheneffekte vorbereitet sein sollten.
Die Bauweise richtet sich nach astronomischen Ereignissen durch präzise Ingenieurskunst wobei der Intihuatana Stein jahreszeitliche Veränderungen markiert. Dieser rituell geformte Granitpfeiler wirft zur Tagundnachtgleiche mittags keinen Schatten und half den Inka landwirtschaftliche Zyklen zu bestimmen während die Spanier ähnliche Steine an anderen Orten systematisch zerstörten aber dieser unentdeckt und funktionsfähig durch Jahrhunderte kolonialer Herrschaft blieb.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.
