Inca Bridge, Historische Brücke in Quehue, Peru
Die Inca-Brücke ist ein antikes Bauwerk aus geflochtenen Grasfasern, das sich 28 Meter über den Apurimac-Fluss spannt und auf 3.900 Metern Höhe liegt. Die Konstruktion besteht vollständig aus natürlichen Materialien, die von Hand verflochten wurden, und ermöglicht es, dass etwa ein Mensch und fünfzehn Lamas gleichzeitig überquert werden können.
Das Bauwerk entstand vor etwa 600 Jahren und war Teil der Qhapaq Ñan, eines Netzwerks von Straßen, das die Provinzen Canas und Chumbivilcas der Inkazeit verband. Seit seinen Anfängen dient die Brücke als wichtige Handelsroute und hat überraschenderweise die Jahrhunderte überdauert, obwohl sie vollständig aus vergänglichen Materialien gefertigt ist.
Die Brücke ist eng mit den Ritualen der vier umliegenden Gemeinden verbunden, die sie als heiligen Ort betrachten. Besucher können beobachten, wie die Menschen diese Tradition lebendig halten und damit ihre Verbindung zur Natur ausdrücken.
Das Bauwerk ist nur zu Fuß erreichbar und erfordert eine Wanderung durch die Berglandschaft, um es zu besuchen. Besucher sollten sich auf raue Bedingungen und Höhenlage vorbereiten, da es sich um einen abgelegenen Ort handelt, der am besten während der Trockenzeit zugänglich ist.
Das Bauwerk ist das einzige aus Grasfasern gefertigte Brückensystem in den Anden und wird alljährlich zwischen Juni und März komplett erneuert. Bei diesem Prozess arbeiten etwa 800 Familien zusammen, jede trägt Seile bei, um die fragile Struktur wieder aufzubauen.
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