Salcantay, Berggipfel in der Region Cusco, Peru
Der Salcantay ist der höchste Gipfel der Vilcabamba-Kette in den peruanischen Anden und erreicht 6.264 Meter in der Region Cusco, rund 60 km westnordwestlich der Stadt Cusco. Sein Gipfel ist eine breite Schneekuppel mit einem Ost- und einem Westgipfel, darunter steile Felsrippen und Rinnen, während bewaldete Hänge am Fuß in einem V-förmigen Tal zusammentreffen.
Der Salcantay wurde 1952 erstmals von einer französisch-amerikanischen Expedition bestiegen; bis auf drei erreichten alle Mitglieder den Gipfel. 1953 eröffneten Lionel Terray, T. de Booy und Raymond Jenny die Route über den Nordsporn, heute Terray-Sporn genannt. Eine Gedenktafel unter dem Palcay-Sattel erinnert an zwei am Nordostgrat verunglückte Bergsteiger.
Der Name stammt aus dem Quechua: sallqa bedeutet „wild“, belegt schon 1583, und der Berg heißt Apu Salkantay, wobei ein Apu ein Herr der Berge ist. Die Inka zählten ihn zu den Gottheiten, die Wetter und Fruchtbarkeit westlich von Cusco lenkten; vom Sonnenstein in Machu Picchu steht das Kreuz des Südens in der Regenzeit über seinem Gipfel.
Der Aufstieg zum Gipfel erfordert typischerweise drei Tage von Cusco aus und führt über anspruchsvolles Gelände mit Eis, Schnee und Gestein. Besucher sollten sich auf extreme Höhenlage, schnell wechselnde Wetterbedingungen und körperliche Anstrengung vorbereiten.
Vom Hauptsonnenuhr von Machu Picchu, das direkt nördlich des Salcantay liegt, steht das Kreuz des Südens während der Regenzeit in seinem höchsten Stand über dem Gipfel. Die Inka verbanden diese Ausrichtung mit Regen und Fruchtbarkeit, und der Gipfel galt als eine der Hauptgottheiten, die das Wetter westlich von Cusco bestimmten.
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