La Rinconada, Bergbausiedlung im Distrikt Ananea, Peru
La Rinconada erstreckt sich über den Berg Ananea auf 5.300 Metern Höhe, nahe einem Gletscher namens La Bella Durmiente im Südosten Perus. Die Siedlung liegt in einer felsigen Hochgebirgszone, wo steile Hänge und Kälte den Raum für menschliche Behausungen einschränken.
Die Ansiedlung wuchs zwischen 2001 und 2009 rasch, als steigende Goldpreise mehr Migranten anzogen. In diesen acht Jahren nahm die Bevölkerung um 230 Prozent zu und verwandelte eine kleine Bergbaugruppe in eine weitläufige Höhensiedlung.
Bergleute arbeiten hier nach dem Cachorreo-Prinzip und verbringen 30 Tage ohne Bezahlung, bevor sie an einem einzigen Tag goldhaltiges Gestein für sich selbst sammeln dürfen. Dieser informelle Arbeitsrhythmus prägt den Alltag in der Siedlung und bestimmt, wann Menschen kommen und gehen.
Die Siedlung verfügt nicht über fließendes Wasser oder Abfallentsorgung, sodass Bewohner Müll vergraben oder verbrennen müssen. Dünne Luft auf dieser Höhe erschwert körperliche Anstrengung und erfordert Anpassung, bevor man sich länger aufhält.
Quecksilber wird hier bei der Goldgewinnung auf über 5.000 Metern verwendet, wo der Sauerstoffmangel Gesundheitsrisiken verstärkt. Diese Kombination aus giftigen Dämpfen und extremer Höhe belastet die Atemwege der Bewohner doppelt.
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