Nationalpark Madidi, Nationalpark im Departamento La Paz, Bolivien.
Madidi ist ein Schutzgebiet in La Paz, das sich von den verschneiten Andengipfeln bis zum Regenwald erstreckt und dabei eine Fläche von rund 19.000 Quadratkilometern bedeckt. Es umfasst Höhenlagen zwischen etwa 180 und 5.800 Metern, in denen tropische Tiefebenen, Nebelwälder und karge Gebirgszüge aufeinandertreffen.
Die bolivianische Regierung richtete das Gebiet am 21. September 1995 durch ein Dekret ein, um Lebensräume und die dort ansässigen Gemeinschaften zu schützen. Später erweiterte man die Grenzen und integrierte Verwaltungszonen, um die Balance zwischen Naturschutz und menschlicher Nutzung zu gewährleisten.
Im Park leben Gruppen der Takana, Quechua, Aymara und Leco, die ihre Felder nach alten Methoden bewirtschaften und Rituale zur Verehrung der Erde pflegen. Besucher begegnen diesen Gemeinschaften meist in den Tieflandregionen, wo die Häuser aus Palmholz und Stroh gebaut sind.
Besucher erreichen das Gebiet von La Paz aus mit Bus oder Flugzeug über Rurrenabaque oder Apolo, wo örtliche Guides Touren organisieren. Wege führen durch dichten Wald und entlang von Flüssen, sodass gute Kondition und wetterfeste Kleidung notwendig sind.
Forscher entdeckten in nur drei Jahren über 4.000 neue Arten von Pflanzen, Schmetterlingen und Wirbeltieren, was die außergewöhnliche Vielfalt des Gebietes unterstreicht. Manche Zonen bleiben noch immer unerforscht, sodass weitere Entdeckungen wahrscheinlich sind.
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