National Superior Autonomous School of Fine Arts, Lima, Kunstschule im Bezirk Lima, Peru.
Die Escuela Nacional Superior Autónoma de Bellas Artes ist eine Kunsthochschule im Zentrum von Lima, die Ausbildung in Malerei, Bildhauerei und Grafikdesign anbietet. Das Gebäude vereint neokoloniale Elemente mit präkolumbianischen Motiven in seiner Fassadengestaltung.
Die Akademie wurde 1918 unter Präsident José Pardo y Barreda gegründet und nahm 1919 unter der Leitung des Malers Daniel Hernández den Unterricht auf. Sie gehörte zu den ersten Institutionen in Südamerika, die eine systematische Ausbildung in bildender Kunst anboten.
Der Name Bellas Artes verweist auf die klassische Tradition der schönen Künste, die hier seit über einem Jahrhundert gepflegt wird. Studenten arbeiten in offenen Ateliers, wo Besucher manchmal durch die Fenster Leinwände und Skulpturen in Arbeit sehen können.
Das Centro Cultural im Erdgeschoss zeigt das ganze Jahr über Ausstellungen junger Künstler und ist meist öffentlich zugänglich. Die Werkstätten befinden sich in den oberen Stockwerken und sind während der Unterrichtszeiten für Studierende reserviert.
Der Architekt Manuel Piqueras Cotolí entwarf die Fassade mit Reliefs, die Elemente aus Chavín und Tiahuanaco mit europäischen Barockformen verbinden. Diese Mischung war Teil einer Bewegung in den 1920er-Jahren, die eine neue peruanische Identität in der Architektur suchte.
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