Huancavelica, Bergbau- und Kulturzentrum in der Provinz Huancavelica, Peru.
Huancavelica ist eine Stadt in der Provinz Huancavelica in Peru, die sich auf 3.676 Metern Höhe in den zentralen Anden ausbreitet und von steilen Hängen und tiefen Tälern eingerahmt wird. Die Straßen folgen dem Gefälle, niedrige Häuser reihen sich entlang schmaler Gassen, und mehrere Kirchen mit Steinfassaden erheben sich über den Hauptplatz.
Die Stadt wurde 1571 unter dem Namen Villa Rica de Oropesa gegründet, um die Quecksilbergewinnung in den umliegenden Bergen zu organisieren und das Material für die Silberverarbeitung in den Minen von Potosí bereitzustellen. Die Förderung lief bis ins 19. Jahrhundert weiter und prägte die Entwicklung der Region über drei Jahrhunderte hinweg.
Quechua wird hier noch oft im Alltag gesprochen, besonders auf den Märkten, wo Händler Kartoffeln, Fleisch und Stoffe in bunten Ständen verkaufen. Die Kirchen aus dem 16. und 17. Jahrhundert ziehen sonntags Familien an, die nach der Messe auf den Plätzen zusammenkommen und miteinander sprechen.
Besucher erreichen den Ort mit dem Bus über Bergstraßen von Lima aus oder mit einer Schmalspurbahn von Huancayo, die durch Täler und über Pässe fährt. Die Höhe kann anfangs müde machen, daher ist es ratsam, die ersten Stunden ruhig anzugehen und viel Wasser zu trinken.
Der Komplex der Minen von Santa Bárbara gehört zu den höchstgelegenen Stätten für Quecksilbergewinnung in Südamerika und wurde vom 16. bis zum 19. Jahrhundert ohne Unterbrechung betrieben. Die Tunnel reichen tief ins Gestein hinein, und Reste der alten Stollen sind heute noch außerhalb der Stadt sichtbar.
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