Nationalpark Alto Purús, Nationalpark in Ucayali und Madre de Dios, Peru
Der Nationalpark Alto Purús umfasst 2.510.694,41 ha in den Provinzen Purús (Ucayali), Tahuamanu und Tambopata (Madre de Dios). Die Flüsse Purús, Curanja, Cujar und Curiuja durchziehen eine Schwemmlandebene aus tropischem Regenwald, Galeriewald und Palmenbeständen; im Westen liegen Hügel mit steilen Hängen, die Hauptflüsse bilden sandige Ufer.
Der Nationalpark wurde im November 2004 gegründet, um das größte zusammenhängende Regenwaldgebiet innerhalb des peruanischen Schutzsystems zu bewahren. Diese Gründung markierte einen wichtigen Schritt zum Schutz dieser entlegenen und ökologisch wertvollen Region.
Im Parkgebiet leben rund 3.600 Menschen, 75 % davon Indigene: Culina, Cashinahua, Sharanahua, Mastanahua, Amahuaca, Ashaninca und Chaninahua, vor allem an den Flüssen Purús und Curanja. Auch unkontaktierte Mashco wurden gemeldet. In Dörfern am Curanja sind lokale Tänze, Fischzucht und traditionelle Landwirtschaft zu sehen.
Der Zugang erfolgt vor allem auf dem Wasser: Der Purús ist ab Puerto Esperanza schiffbar, Boote fahren auch auf dem Curanja. Die stärksten Regen fallen von Dezember bis April, wenn Flüsse und Bäche anschwellen; der Rest des Jahres ist trockener. Die Temperaturen liegen zwischen etwa 17 °C und 35 °C, im Mittel bei 25 °C. Im Park gibt es keine Einrichtungen für Besucher.
Das Schutzgebiet beherbergt etwa 520 Vogelarten, darunter Blauköpfige Aras und Harpyien-Adler, die sich an natürlichen Mineralablagerungen versammeln. Diese sogenannten Colpas sind Lehmbänke, wo Tiere zusammenkommen, um Mineralien aus dem Boden aufzunehmen.
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