Kuelap, Archäologische Festung im Bezirk Tingo, Peru.
Kuélap ist eine archäologische Stätte in der Provinz Luya im Departamento Amazonas im Norden Perus, gelegen auf einem schmalen Bergrücken mit Blick auf das Tal des Flusses Utcubamba. Die Außenmauern aus hellem Kalkstein umschließen ein ausgedehntes Areal, auf dem sich die Überreste zahlreicher runder Wohnbauten aus Stein verteilen, viele davon von niedriger Vegetation überwachsen.
Die Chachapoyas errichteten die Anlage zwischen dem 6. und dem 12. Jahrhundert und nutzten sie als befestigtes Zentrum auf dieser Bergkuppe. Die Inka eroberten die Festung im 15. Jahrhundert, bevor spanische Truppen im 16. Jahrhundert eintrafen und die Region unter koloniale Kontrolle brachten.
Der Name Kuélap stammt aus der lokalen Quechua-Sprache und bezeichnet heute die gesamte Anlage, die Besucher durch schmale Zugänge betreten. Innerhalb der Mauern stehen Hunderte von runden Wohnbauten, deren Form an den Grundriss alter Gemeinschaften erinnert und zeigt, wie das Leben auf diesem Hochplateau organisiert war.
Der Besuch beginnt in der Regel im Dorf El Tingo, von wo aus eine Seilbahn die Besucher in etwa 20 Minuten über die bewaldeten Hänge zur Anlage befördert. Vor Ort sind feste Schuhe und Sonnenschutz ratsam, da das Gelände uneben ist und sich die Besichtigung über mehrere Stunden erstrecken kann.
Die Ringmauern umschließen eine Fläche von rund 6 Hektar und weisen an manchen Stellen eine Höhe von 20 Metern auf, was zeigt, wie groß der Aufwand beim Bau war. Innerhalb der Anlage liegen über 450 Rundbauten, von denen viele Bestattungsnischen in ihren Wänden enthalten, was auf eine enge Verknüpfung von Alltag und Totenkult hinweist.
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