Karajia, Archäologische Grabstätte im Utcubamba-Tal, Peru
Die Sarcophagi von Carajía sind sieben Grabkammern, die an einer steilen Felswand in der Utcubamba-Region aufgereiht stehen und von unten gut sichtbar sind. Jede Struktur wurde aus Lehm errichtet und besteht aus einem oberen Bereich mit menschenähnlichen Gesichtszügen und einem unteren Kammerteil, der die Bestattungen enthält.
Die Grabstätte entstand im 15. Jahrhundert, als die Chachapoya diese Methode der Himmelsbestattung praktizierten und ihre Verstorbenen auf diese Weise würdigten. Wenige Jahrzehnte später brachte die Inkaexpansion Veränderungen in die Region und beendete diese unabhängige Bestattungstradition.
Die Sarkophage zeigen handwerkliche Techniken der Chachapoya, die ihre Bestattungspraktiken durch Keramik und beigefügte Gegenstände ausdrückten. Diese Objekte geben heute noch Einblicke in die Lebensweise und Wertvorstellungen der Menschen, die diesen Ort schufen.
Der beste Weg, den Ort zu erreichen, ist ein Fußweg von etwa 20 Minuten vom nächsten Aussichtspunkt aus, wobei festes Schuhwerk empfohlen wird. Das Wetter kann schnell umschlagen und die Sicht beeinflussen, daher ist es ratsam, in den Morgenstunden zu gehen, wenn der Himmel meist klar ist.
Die Strukturen tragen rote und weiße Farbverzierungen sowie Federkronen und montierte Schädel auf ihren Spitzen, was sie als dekorative und spirituelle Objekte kennzeichnet. Diese Ausstattung zeigt, dass die Chachapoya ihren Toten nicht nur Schutz boten, sondern sie auch sichtbar im Himmel präsentierten.
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