Museo Pumapungo, Archäologisches und ethnographisches Museum in Cuenca, Ecuador
Das Museo Pumapungo ist ein archäologisches und ethnografisches Museum in Cuenca, das drei Etagen mit Exponaten zur Geschichte und Kultur der Region zeigt. Die Sammlungen umfassen indigene Artefakte, traditionelle Kleidung, historische Geldstücke und archäologische Funde aus verschiedenen Epochen.
Pumapungo liegt auf dem Gelände von Tomebamba, der von Túpac Yupanqui über der Cañari-Siedlung Guapondelig errichteten Inkastadt. Zwischen 1919 und 1923 untersuchte und vermaß der deutsche Gelehrte Max Uhle die Ruinen und bestimmte ihre Lage; später entdeckte Jaime Idrovo den Ort wieder. Das Museum nutzt heute das ehemalige Colegio Borja, einen zweigeschossigen, klosterartigen Bau, in dem auch die Stadtphilharmonie untergebracht ist.
Die ethnografischen Säle zeigen Tsantsas (Schrumpfköpfe) des Shuar-Volkes in der Ausstellung „Tsantsas: Mythos, Ritual und verlorene Tradition“ sowie einen Saal zur schamanischen Weltsicht, „Spiritualitäten und Rituale“. Neben traditioneller Kleidung und Ucuyayas, Amuletten mit mythischen Figuren, stehen Nachbauten afroecuadorianischer Häuser aus der Provinz Esmeraldas.
Das Museum liegt im Viertel Pumapungo in Cuenca, der Eintritt ist frei. Zum Gebäude führen breite rotbraune Treppen oder eine Rampe mit gelben Bordsteinen hinauf zu einem zurückgesetzten Eingang mit der Aufschrift „MUSEO PUMAPUNGO“. Drinnen verteilen sich Archäologie- und Ethnografiesäle, Bibliothek, Theater und Archäologischer Park über die Anlage, für die Wege dazwischen sollte man Zeit einplanen.
Die Anlage umfasst archäologische Stätten der ehemaligen Inkastadt Tomebamba, wo Besucher Überreste früher Besiedlung sehen können. Zusätzlich gibt es einen botanischen Garten mit Wildtierarten aus der Region und einen Ort zur Rettung verletzter Vögel.
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