Castillo de Lamas, Schlossartiges Gebäude in Lamas, Peru
Das Castillo de Lamas ist ein fünfgeschossiger Steinbau an einer Biegung der Jirón Martín de la Riva y Herrera in Lamas in der Region San Martín. Es ahmt eine europäische Burg nach, mit Türmen, Treppen, schlitzartigen Fenstern und durchbrochenen Zinnen; aus den oberen Fenstern blickt man auf den Río Mayo und den umgebenden Regenwald. Im Hof liegt ein Swimmingpool.
Errichtet wurde das Schloss von Nicola Felice Aquilano, einem in Turin geborenen Italiener, der zuvor in der örtlichen Tabakindustrie tätig war. Nach dem Erdbeben von 2005 begann er den Bau mit handbehauenen Steinen, weil ihm die mittelalterlichen Bauten seiner Heimatstadt fehlten. Bis 2007 diente es ihm als Wohnsitz, dann öffnete er es für die Öffentlichkeit und zog in einen der Türme.
Die Innenräume enthalten Acrylbilder von Geenss Archentti Flores, einem autodidaktischen Maler aus Tarapoto. Seine Werke zeigen Dante Alighieri, Bacchus und religiöse Themen; die Decke eines Raums ist mit gemalten Darstellungen von 195 Vogelarten bedeckt.
Das Schloss liegt rund 22 Kilometer von Tarapoto entfernt und ist über die Ortschaft Lamas erreichbar. Da man zwischen den fünf Etagen Treppen besteigen muss, empfiehlt es sich, festes Schuhwerk zu tragen.
Das Schloss ist ein Bau des 21. Jahrhunderts, errichtet nach dem Erdbeben von 2005; sein Initiator, der in Turin geborene Italiener Nicola Felice Aquilano, verwendete handbehauene Steine. Es gilt als einziges Schloss im gesamten Amazonasgebiet und zieht deshalb Besucher an.
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