Drakestraße, Meeresstraße zwischen Südamerika und Antarktis.
Der Drake-Passage ist eine Meerenge zwischen Südamerika und der Antarktis, die den Atlantischen und Pazifischen Ozean verbindet. Ihre Weite erstreckt sich über etwa 965 Kilometer mit Wassertiefen, die stellenweise 4.750 Meter erreichen.
Der niederländische Seefahrer Willem Schouten durchquerte die Meerenge erstmals 1616 und bewies damit die Existenz einer direkten Route zwischen Atlantik und Pazifik. Diese Entdeckung beendete Jahrzehnte der Spekulation über den südlichsten Punkt Amerikas.
Die Wasserstraße trägt ihren Namen nach Sir Francis Drake, während spanische Karten sie Mar de Hoces nach Francisco de Hoces nennen, was unterschiedliche Seefahrtstraditionen widerspiegelt.
Große Wellen, die häufig über 12 Meter überschreiten, treten aufgrund der Antarktischen Zirkumpolarströmung regelmäßig auf und machen die Seefahrt hier besonders anspruchsvoll. Die See beruhigt sich am ehesten während der südlichen Sommermonate zwischen Dezember und März.
In diesen Gewässern leben zahlreiche Fischarten ohne Hämoglobin im Blut, darunter die gesamte Familie der Antarktischen Eisfische, die sich extremen Kältebedingungen angepasst haben. Diese Anpassung ermöglicht es ihnen, in Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt zu überleben.
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