Versenkung des Trawlers „Chian-der 3“, Maritimer Vorfallsort im Südatlantik, Argentinien
Das Chian-der 3 war ein taiwanesisches Fischereifahrzeug, das in umstrittenen Gewässern des Südatlantiks vor der Küste Argentiniens operierte. Das Schiff wurde von der argentinischen Patrouillenboot PNA Prefecto Derbes versenkt und liegt auf dem Meeresgrund etwa 39 Kilometer außerhalb der britischen Schutzzone rund um die Falklandinseln.
Am 28. Mai 1986 wurde das Fischereifahrzeug beim illegalen Fischen in umstrittenen Gewässern entdeckt. Das Gefecht zwischen der taiwanesischen Crew und der argentinischen Patrouille führte zum Untergang des Schiffes mit zwei Todesfällen und vier Verletzten.
Der Vorfall verursachte internationale Spannungen zwischen Taiwan, Argentinien und dem Vereinigten Königreich bezüglich der Fischereirechte im Südatlantik.
Der Ort des Schiffswracks liegt in offenen Meeresgewässern und ist nur per Boot erreichbar, daher sind normale Besuche nicht vorgesehen. Interessierte können sich über Museen oder Datenbanken von Schiffswracks über diesen Vorfall informieren.
Die argentinischen Behörden setzten während des Vorfalls Munition ohne Sprengstoff ein, was zum Sinken des Schiffes beitrug, nachdem Rauch aus dem Maschinenraum austrat. Dies war ein seltener Fall, bei dem konventionelle Waffen zu einem Seegefecht führten, das die diplomatischen Beziehungen zwischen drei Ländern belastete.
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