Estancia of La Candelaría, Jesuitenestancia in Córdoba, Argentinien
Die Estancia Jesuítica La Candelaria ist eine geschlossene, ummauerte ländliche Anlage um einen rechteckigen Innenhof, dessen eine Seite die Kirche bildet. Die dicken Mauern aus Stein und Ziegel werden von Strebepfeilern verstärkt, und die Kirchenfassade endet in einem dreiteiligen Glockengiebel mit geschwungenen Linien. Ein zweiter Hof umfasst Werkstätten, Lager, Ställe und Pferche, danach folgen Tajamar, Mühle, Ofen und Obstgarten.
1619 erhielt Hauptmann García de Vera Mujica die Ländereien am Río Guamanes durch königliche Schenkung. Sein Erbe Francisco Javier de Vera Mujica übergab 1683 rund 55.000 Hektar dem Jesuiten-Noviziat, ein Jahr später kamen die Ländereien von Polotosacate hinzu. Um 1754 umfasste die Estancia etwa 135.000 Hektar und war damit eine der größten Landkonzentrationen in einer Hand.
Die Estancia trägt den Namen Nuestra Señora de la Candelaria, der Schutzpatronin der Bergleute, deren Fest jährlich am 2. Februar gefeiert wird. In der Fassade der Kirche befindet sich eine Nische, die einst eine Marienstatue beherbergte. Der Betrieb züchtete Maultiere für den Handel mit Alto Perú.
Die Estancia liegt auf 1.200 m Höhe in der Pampa de San Luis, 230 km nordwestlich der Stadt Córdoba und 74 km von Cruz del Eje entfernt. Von Cruz del Eje führt die Nationalstraße 38 nach Villa de Soto, dann die Provinzstraße 15 nach La Higuera, weiter auf einem Feldweg. Von der Estancia führen Feldwege nach Osten nach Characato und La Falda oder nach Süden über die Pampa zur Provinzstraße 28 zwischen Tanti und Taninga.
Die Kirchenfassade endet in einem Glockengiebel mit drei Öffnungen und geschwungenem Profil, eine Silhouette, die das Anwesen in der Pampa de San Luis erkennbar macht. Die Mauern verbinden behauenen Stein mit in Kalk verlegten Ziegeln, verstärkt durch dicke Strebepfeiler. Eine Außentreppe im Hauptpatio führt zu Chor und Glockenturm.
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