Ascochinga, Dorf in den Sierras Chicas, Provinz Córdoba, Argentinien
Ascochinga ist ein kleines Dorf in der Provinz Córdoba, Argentinien, das in den Hügeln der Sierras Chicas liegt, wo zwei kleinere Flüsse zusammenfließen. Das Dorf liegt auf rund 700 Metern Höhe, umgeben von Wäldern, alten Steinmauern und weitläufigen Estancias, die dem Ort seinen besonderen Charakter verleihen.
Seit dem 19. Jahrhundert zog Ascochinga wohlhabende Familien aus Córdoba an, die hier große Landgüter, sogenannte Estancias, errichteten und den Ort zu einem beliebten Sommerrefugium machten. Einer der bekanntesten Eigentümer war die Familie von Präsident Julio Argentino Roca, dessen Gut La Paz bis heute erhalten ist.
Der Name Ascochinga stammt aus einer indigenen Sprache und bedeutet so viel wie "verlorener Hund", benannt nach dem Fluss, der durch den Ort fließt. Dieser Fluss prägt das Alltagsleben: Die Menschen spazieren an seinen Ufern entlang, fischen oder suchen im Sommer die natürlichen Badestellen auf.
Ascochinga ist über zwei asphaltierte Provinzstraßen erreichbar, und wer mehr Abwechslung sucht, kann den unbefestigten Camino del Pungo nehmen, der durch die Sierras führt. Da das Dorf keine eigene Gemeindeverwaltung hat, sollte man sich im nahe gelegenen La Granja über aktuelle Tourismusangebote informieren.
In der Dorfkirche Sagrado Corazón de Jesús, die um 1900 aus Stein erbaut wurde, befindet sich eine Tafel, die an den Besuch von Senator John F. Kennedy erinnert, und seine Frau Jacqueline soll zur Finanzierung des Baus beigetragen haben. Diese wenig bekannte Verbindung zu einem späteren US-Präsidenten überrascht die meisten Besucher.
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