Santiago del Estero, Provinz im Norden Argentiniens
Santiago del Estero ist eine Provinz im nördlichen Argentinien, die sich über weite trockene Ebenen, Salzpfannen und das Tal des Flusses Dulce erstreckt. Die Landschaft wirkt in vielen Teilen flach und offen, durchzogen von Straßen, die kleine Ortschaften und landwirtschaftlich genutzte Flächen verbinden.
Die Provinz wurde 1820 unter Gouverneur Juan Felipe Ibarra autonom und löste sich von anderen argentinischen Gebieten. Diese Unabhängigkeit prägte die Verwaltung und Entwicklung der Region über viele Jahrzehnte hinweg.
Die Bewohner verwenden im Alltag noch Quechua, eine indigene Sprache, die von etwa 100.000 Menschen gesprochen wird. Das macht die Region zu einem der wenigen Orte in Argentinien, an dem diese sprachliche Tradition erhalten bleibt.
Ein Großteil der Gegend wird landwirtschaftlich genutzt, wobei Baumwolle, Sojabohnen und Mais auf bewässerten Feldern wachsen. Besucher finden in den kleineren Ortschaften Übernachtungsmöglichkeiten und können die ländliche Umgebung erkunden, sollten aber auf längere Fahrten zwischen den Orten vorbereitet sein.
Die Thermalquellen von Río Hondo ziehen Menschen wegen ihres mineralreichen Wassers an, das Temperaturen zwischen 30 und 80 Grad Celsius erreicht. Einige Besucher nutzen die warmen Quellen zur Entspannung und wegen der vermuteten wohltuenden Wirkung auf Muskeln und Gelenke.
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