Cordillera Occidental, Gebirgskette an der Grenze Chile-Bolivien
Die Cordillera Occidental ist eine Bergkette zwischen Bolivien und Chile mit mehreren Vulkangipfeln und weitläufigen Hochplateaus. Die höchsten Punkte erreichen über 6.000 Meter, während das Landschaftsbild von schwarzen Vulkansteinen, Salzseen und spärlicher Vegetation geprägt ist.
Die Bergkette bildete lange Zeit eine umstrittene Grenze zwischen den beiden Nationen. Nach dem Krieg zwischen Chile und Bolivien Mitte des 19. Jahrhunderts verlor Bolivien sein Gebiet westlich dieser Kette an den Pazifik.
Die Ordillera Occidental ist seit Generationen Heimat von Andenbevölkerung, die ihre eigenen Wege durch die Höhe kennt und die Tierwelt seit jeher nutzt. Llamas und Alpacas grasen auf den Hochplateaus, während traditionelle Siedlungen sich an die extremen Bedingungen angepasst haben.
Die Fahrt in diese Region erfordert Fahrzeuge mit Allradantrieb und gutes Orientierungsvermögen, da die Infrastruktur begrenzt ist. Am besten organisiert man sich vor Ort, denn Tankstellen und Unterkünfte sind dünn gesät und oft weit verteilt.
Im nördlichen Teil liegt der Nationalpark Sajama mit einer seltenen Waldart aus Queñua-Bäumen, die höher wachsen als fast alle anderen Bäume der Welt. Diese Wälder sind ein botanisches Wunder und Heimat von wilden Vicuñas, die frei über die Höhen streifen.
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