Chaco, Halbtrockene Region im westlichen Paraguay.
Der Chaco ist eine halbtrockene Region im westlichen Paraguay, die über 60 Prozent des Staatsgebiets umfasst. Das Gebiet zeichnet sich durch weite offene Landschaften aus, in denen nur etwa drei Prozent der nationalen Bevölkerung lebt.
Die Region wurde zwischen 1932 und 1935 zum Schauplatz des Chaco-Krieges, Südamerikas längster Territorialkonflikt zwischen Paraguay und Bolivien. Dieser Krieg prägte die Grenzen und Geschichte des Gebiets grundlegend.
Einheimische Gemeinschaften wie die Ayoreo, Chamacoco und Guaraní leben hier und bewahren ihre Traditionen, während Mennoniten-Siedlungen seit dem frühen 20. Jahrhundert das Gebiet prägen. Die Koexistenz dieser unterschiedlichen Gemeinschaften hat die lokale Identität und Lebensweise des Chaco geprägt.
Die wichtigsten Zugangspunkte sind die Städte Filadelfia und Loma Plata, die als Basen für Erkundungen dienen. Von diesen Orten aus können Besucher die umliegende Wildnis und das Tierleben erkunden.
Das Gebiet beherbergt jaguare, tapire und über 400 Fischarten, die zwischen dornigen Wäldern und Quebracho-Bäumen leben. Diese reiche biologische Vielfalt macht es zu einem seltenen Lebensraum für südamerikanische Wildtiere.
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