Ouro Preto, Kolonialstadt in Minas Gerais, Brasilien
Ouro Preto ist eine Gemeinde in Minas Gerais in Brasilien, die sich über bergiges Gelände auf 1216 Metern Höhe erstreckt und steile Straßen, Kopfsteinpflasterwege und zahlreiche Barockkirchen aufweist. Die engen Gassen winden sich zwischen mehrstöckigen Häusern mit Holzbalkonen und weißen Fassaden hindurch.
Die Stadt wurde 1711 während des brasilianischen Goldrausches gegründet und entwickelte sich zur größten Stadt Lateinamerikas mit 80.000 Einwohnern, was damals New York und São Paulo übertraf. Der Reichtum aus den Minen finanzierte den Bau monumentaler Kirchenanlagen, die heute das Stadtbild prägen.
Die Bundesuniversität von Ouro Preto unterhält ein System gemeinschaftlicher Studentenunterkünfte namens Repúblicas, die eine besondere akademische Atmosphäre in der Stadt schaffen. Diese Wohngemeinschaften folgen eigenen Traditionen und prägen das Alltagsleben in vielen historischen Gebäuden.
Die Stadt ist durch Bergstraßen mit wichtigen brasilianischen Zielen verbunden, wobei regelmäßige Busverbindungen von Belo Horizonte den ganzen Tag über verkehren. Bequemes Schuhwerk ist wegen der abschüssigen Kopfsteinpflasterstraßen unerlässlich, die bei Regen rutschig werden können.
Der Karnevalsblock Zé Pereira dos Lacaios wurde 1867 gegründet und tritt während der jährlichen Straßenfeierlichkeiten weiterhin auf und bewahrt traditionelle Feierlichkeiten. Die Gruppe trägt historische Kostüme und folgt einer Route, die seit über einem Jahrhundert unverändert geblieben ist.
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