Shark Island, Küstenhalbinsel in Lüderitz, Namibia
Shark Island ist eine 40 Hektar große Halbinsel, die in den Atlantischen Ozean hineinragt und durch einen 1906 vollendeten künstlichen Damm mit dem Festland verbunden ist. Das Gelände ist felsig und windig, mit freiem Blick auf das Meer und die Stadt Lüderitz auf dem Festland.
Von 1905 bis 1907 errichteten deutsche Kolonialkräfte hier ein Konzentrationslager während des Völkermords an den Herero und Nama. Die künstliche Verbindung zum Festland wurde kurz nach dieser Zeit gebaut, um den Ort zugänglicher zu machen.
Der Ort ist für die Nama und Herero ein Gedenkplatz, an dem ihre Ahnen starben und leiden mussten. Besucher können hier die tiefe Verbindung dieser Gemeinschaften zu diesem Land spüren.
Der Ort ist über die Stadt Lüderitz zu erreichen, und Besucher sollten sich auf windigere und kältere Bedingungen als auf dem Festland vorbereiten. Geführte Touren sind empfohlen, um die Geschichte und Bedeutung des Ortes besser zu verstehen.
Unter der Oberfläche der Halbinsel haben Bodenradaruntersuchungen mögliche Massengrabstellen identifiziert, die der Öffentlichkeit noch nicht vollständig erschlossen sind. Diese verborgenen Überreste erinnern an die stille Gegenwart der Vergangenheit an diesem windigsten Ort.
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