Bisie, Industrielle Zinnmine im Territorium Walikale, Nord-Kivu, Demokratische Republik Kongo.
Bisie ist eine industrielle Zinnmine im Territorium Walikale in der Provinz Nord-Kivu in der Demokratischen Republik Kongo, die Cassiterit abbaut, das wichtigste Zinnerz. Die Mine erstreckt sich über zwei Hauptlagerstätten inmitten eines dichten Waldgebiets mit mehreren Abbaubereichen.
Der Standort wurde 2003 von Jägern entdeckt und zunächst von lokalen Arbeitern im handwerklichen Maßstab betrieben. Ab 2011 übernahm ein kanadisches Unternehmen die Schürfrechte und stellte den Betrieb auf industriellen Maßstab um.
Die Gemeinden Banamwesi und Motondo betrachten die Wälder rund um die Mine als angestammtes Land und halten an traditionellen Nutzungsansprüchen fest. Diese Verbindung zum Land besteht neben dem industriellen Betrieb weiterhin fort.
Die Mine ist nur per Hubschrauber oder nach einem langen Fußmarsch durch den Wald von der nächsten Straße aus erreichbar, weshalb eine sorgfältige Vorbereitung unerlässlich ist. Vor Ort sind nur minimale Einrichtungen vorhanden, daher sollte man sich auf abgelegene Bedingungen einstellen.
Bisie liefert einen erheblichen Teil des weltweiten Zinnkonzentrats, das in Elektronikprodukten verwendet wird, bleibt aber international kaum bekannt. Das liegt zum Teil daran, dass der Standort durch seine Abgelegenheit kaum direkten Kontakt mit der Außenwelt hat.
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