Kibo, Stratovulkan im Kilimanjaro-Nationalpark, Tansania
Mount Kibo erreicht 5.895 Meter über dem Meeresspiegel und zeigt eine vulkanische Kegelform mit weichen Konturen. Ein Sattel verbindet diesen höchsten Punkt mit dem benachbarten Mawenzi-Gipfel und bildet zusammen die charakteristische Silhouette des Kilimandscharo.
Hans Meyer und Ludwig Purtscheller erreichten am 6. Oktober 1889 als erste Europäer den Gipfel und eröffneten damit eine neue Ära des Bergsteigens in Afrika. Ihre Expedition folgte mehreren gescheiterten Versuchen und etablierte Routen, die später von Tausenden Bergsteigern genutzt wurden.
Die Chagga nennen diesen Gipfel Kipoo, was gefleckt bedeutet und sich auf die Schneeflecken bezieht, die aus der Ferne sichtbar sind. Dieser Name verbindet die lokale Bevölkerung seit Generationen mit dem Berg und seinen wechselnden Erscheinungsformen im Lauf der Jahreszeiten.
Sieben etablierte Routen führen Bergsteiger zum Uhuru Peak, wobei eine schrittweise Akklimatisierung wegen der erheblichen Höhenunterschiede notwendig ist. Die Temperatur schwankt stark zwischen den unteren und oberen Abschnitten, daher sollte man Kleidung für verschiedene Klimazonen mitnehmen.
Drei Hauptgletscher liegen am Gipfel: Credner, Furtwängler und Rebmann, die im Lauf des 20. Jahrhunderts um 80 Prozent geschrumpft sind. Der Furtwängler-Gletscher enthält eine flache Eismulde, die Forscher seit Jahrzehnten als Klimaarchiv untersuchen.
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