Rebmann-Gletscher, Gletscher am Kilimandscharo, Tansania
Der Rebmann-Gletscher ist ein Eisfeld an der südöstlichen Flanke des Kilimandscharo in Tansania, auf einer Höhe von etwa 5.700 Metern. Er liegt in der Nähe der Hauptgipfelzone des Berges und gehört zu den wenigen verbliebenen Eismassen, die den höchsten Gipfel Afrikas bedecken.
Der deutsche Missionar Johannes Rebmann berichtete 1848 als erster Europäer von Schnee und Eis auf dem Kilimandscharo, was in Europa zunächst auf Skepsis stieß. Der Gletscher trägt seitdem seinen Namen zu Ehren dieser ersten Dokumentation.
Die Gletscher des Kilimandscharo gelten bei den Chagga, der lokalen Bevölkerung am Fuß des Berges, seit Generationen als heilige Orte. Wer den Gletscher heute besucht, sieht ein Eis, das in der mündlichen Überlieferung der Region seit jeher eine tiefe Bedeutung hat.
Der Gletscher ist nur mit Bergsteigerausrüstung und in Begleitung erfahrener Bergführer erreichbar, die über die lokalen Verhältnisse informiert sind. Eine gute körperliche Vorbereitung und eine schrittweise Akklimatisierung an die Höhe sind unverzichtbar, bevor man sich dem Gipfelbereich nähert.
Obwohl der Kilimandscharo in einer tropischen Region liegt, hat sein Gipfeleis Jahrhunderte überdauert, weil die extreme Höhe die Temperaturen dauerhaft weit unter den Gefrierpunkt drückt. Dieser Kontrast zwischen der tropischen Umgebung und dem arktischen Klima direkt am Gipfel ist etwas, das viele Besucher überrascht.
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