Kota Tua Jakarta, Kolonialviertel in Jakarta, Indonesien.
Kota Tua Jakarta ist ein Viertel in Jakarta, Indonesien, das auf einer Fläche von 1,3 Quadratkilometern zahlreiche niederländische Kolonialbauten, Museen und historische Plätze umfasst, die durch schmale Kopfsteinpflasterstraßen und ehemalige Kanäle verbunden sind. Die Gebäude zeigen unterschiedliche Baustile aus dem 17. bis 19. Jahrhundert, wobei viele Fassaden noch die ursprünglichen Farben und architektonischen Details aus der Kolonialzeit bewahren.
Die Niederländische Ostindien-Kompanie gründete 1618 Batavia als ihren asiatischen Hauptsitz für Gewürzhandel und baute die Siedlung zu einem Hafen mit Befestigungen und Lagerhäusern aus. Im Laufe der Jahrhunderte verlagerte sich das Stadtzentrum nach Süden, wodurch das alte Zentrum allmählich verfiel, bis Restaurierungsarbeiten im späten 20. Jahrhundert begannen.
Der Name Batavia lebt noch auf vielen Geschäftsschildern und Gebäudefassaden fort, obwohl die Stadt seit 1949 Jakarta heißt. Straßenhändler verkaufen hier traditionelle Getränke und Snacks unter den Schatten alter Kolonialhäuser, während Familien am Wochenende auf dem Fatahillah-Platz alte Fahrräder aus der niederländischen Zeit mieten und damit über das Kopfsteinpflaster fahren.
Das Viertel lässt sich gut zu Fuß erkunden, da die meisten Sehenswürdigkeiten innerhalb von 1,9 Kilometern Entfernung liegen und über ein Netz aus gepflasterten Gassen erreichbar sind. Ein früher Morgenbesuch bietet kühlere Temperaturen und weniger Menschenmassen, während die Wochenenden mehr Leben und Aktivität auf den Plätzen bringen.
Die Jembatan Kota Intan aus dem Jahr 1628 ist die einzige erhaltene niederländische Zugbrücke in Jakarta und funktioniert noch immer nach ihrem ursprünglichen Mechanismus. Unter der Brücke führt ein kleiner Kanal, der einst Teil eines ausgedehnten Wasserstraßennetzes war, das die gesamte Kolonialstadt durchzog.
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