Banda-Inseln, Inselgruppe in Maluku, Indonesien.
Banda ist eine Inselgruppe in Maluku, Indonesien, die aus zehn Vulkaninseln besteht, welche sich aus Meerestiefen von etwa 6 Kilometern erheben. Die bewohnten Eilande verteilen sich über einen Bereich von rund 172 Quadratkilometern Landfläche und zeigen steile Hänge mit dichter tropischer Vegetation, während einige Krater noch erkennbar sind.
Portugiesische Seefahrer erreichten die Inseln Anfang des 16. Jahrhunderts und begannen Muskatnuss nach Europa zu verschiffen. Niederländische Kaufleute übernahmen später die Kontrolle und vertrieben oder töteten viele Einheimische, um den Gewürzhandel zu monopolisieren.
Einheimische nennen die Inselgruppe Kepulauan Banda, was sich aus dem malaiischen Wort für diesen Teil der Molukken ableitet. Fischer fahren heute noch mit schmalen Booten zwischen den Riffen hinaus, während in Dorfgärten vereinzelt noch Muskatnussbäume wachsen, deren getrocknete Schalen früher als Macis gehandelt wurden.
Regelmäßige Flüge landen auf Banda Neira, der Hauptinsel, während Fähren je nach Wetterlage mehrmals pro Monat vom Festland ablegen. Unterkünfte gibt es vor allem in der einzigen Stadt, wobei einige Gästehäuser in renovierten Kolonialgebäuden untergebracht sind.
Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts wuchsen Muskatnussbäume nirgendwo sonst auf der Welt, sodass europäische Händler über Jahrzehnte hinweg extrem hohe Preise verlangen konnten. Ein einziges Kilogramm Muskatnuss erzielte in Amsterdam zeitweise denselben Wert wie mehrere Kühe.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.