Tyndall-Gletscher, Talgletscher im Borough Yakutat, Alaska, Vereinigte Staaten.
Der Tyndall-Gletscher ist ein 22 km langer Talgletscher im Wrangell-St.-Elias-Nationalpark, etwa 110 km nordwestlich von Yakutat. Er entspringt auf 2.400 m an der Südwestflanke des Mount Saint Elias und fließt in südsüdwestlicher Richtung zum Taan-Fjord, der sich zur Icy Bay öffnet. Der Gletscher ist im Mittel 1,6 km breit.
Bis 1961 füllte der Gletscher den Taan-Fjord aus. In den folgenden Jahrzehnten zog er sich um 17 km zurück, sein Eis wurde 400 m dünner. 1991 kam der Rückzug an einer flachen Gesteinsverengung am oberen Ende des Fjords zum Stillstand. Am 17. Oktober 2015 gingen etwa 180 Mio. Tonnen Material mit bis zu 162 km/h in den Fjord ab; der Megatsunami erreichte am gegenüberliegenden Hang eine Höhe von rund 193 m.
Der Gletscher ist nach John Tyndall (1820–1893) benannt, einem britischen Physiker, Naturphilosophen und Glaziologen. Sein Name verbindet dieses Eisfeld in Alaska mit der britischen Wissenschaft des 19. Jahrhunderts.
Die Anreise zum Gletscher ist nur per Buschflugzeug möglich, da die Region sehr abgelegen ist und keine Straßenanbindung hat. Besucher sollten warme Kleidung und robuste Ausrüstung mitbringen, da das Wetter schnell umschlagen kann und die Bedingungen auf dem Eis anspruchsvoll sind.
Am 17. Oktober 2015 rutschten etwa 180 Millionen Tonnen Gestein mit bis zu 162 km/h in den Taan-Fjord. Der Megatsunami erreichte am gegenüberliegenden Hang eine Höhe von rund 193 m und war an der Mündung des 17 km langen Fjords noch 15 m hoch.
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