Malaspinagletscher, Vorlandgletscher im Wrangell-St. Elias Nationalpark, Alaska.
Der Malaspina-Gletscher ist ein Piedmont-Gletscher im Wrangell-St. Elias-Nationalpark und entstand aus der Verschmelzung mehrerer großer Eisströme, die nebeneinander liegende Gebiete der Landschaft bedecken. Die Oberfläche zeigt deutliche Muster aus Moränen, die entstanden sind, wo die Seward-, Agassiz- und Marvine/Hayden-Gletscher aufeinandertreffen.
Der Gletscher wurde nach Alessandro Malaspina benannt, einem toskanischen Entdecker in spanischen Diensten, der die Region 1791 erkundete. Diese Expedition prägte den Namen dieses Eisgebiets und machte es international bekannt.
Die Tlingit-Ureinwohner nennen diese riesige Eismasse Sít' Tlein, was in ihrer Sprache einfach großer Gletscher bedeutet und zeigt, wie wichtig dieses Naturwunder für die Kulturen der Region ist.
Das Gebiet ist am besten von der Luft aus oder mit professionellen geführten Expeditionen zu erkunden, da es in einem abgelegenen Nationalpark liegt und keine Straßen direkt zum Gletscher führen. Besucher sollten sich auf intensive Wetterbedingungen und kurze Sommerbesuchszeiten vorbereiten, da die Zugänglichkeit durch das Klima stark eingeschränkt ist.
Das Gletschersystem verlor zwischen 1980 und 2000 etwa 20 Meter an Dicke und trug damit zu Veränderungen des Meeresspiegels bei. Diese Veränderungen dokumentieren den Einfluss dieser großen Eismasse auf globale Wassersysteme.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.